Yolk
Yolk-Gründerin Julia Soergel
Das Schöne am Dasein als Freelancer ist, dass man sich seine Zeit frei einteilen kann. Das Schlechte am Dasein als Freelancer ist, dass man sich seine Zeit frei einteilen muss - nicht zuletzt, weil man Rechnungen schreibt, in denen aufgeführt ist, wie lang welcher Arbeitsschritt gedauert hat.
Dass das nicht immer ganz mit der Realität übereinstimmt, hat Julia Soergel festgestellt, als sie neben ihrem Druck- und Medientechnikstudium als Webdesignerin arbeitete. Denn wer trägt wirklich alle Konferenzen und alle Telefonate ein, die für einen Job notwendig waren, am besten inklusive Pausen? Soergels Excel-Tabelle jedenfalls war damit überfordert.
Und die Zeiterfassungstools, die es für solche Zwecke gab, waren Soergel alle zu umständlich. "Da muss man die Mitarbeiter dazu zwingen, sie zu nutzen, weil es niemand von selbst tut."
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Also entwickelte sie als Diplomarbeit mit ihrem damaligen Studienkollegen Sebastian Munz zusammen selbst ein solches Tool: Mite. Eines, das wegen minimalistischer Symbole und Funktionen intuitiv zu bedienen ist. Ein Tool, das webbasiert ist, über mobile Endgeräte wie das iPhone funktioniert, und das Arbeitsverläufe grafisch darstellen kann.
Mite ermöglicht, anderen Zugriff auf den eigenen Accounts zu gewähren, um Projekte besser zu koordinieren. Und es wird durch die Anregungen der User weiter entwickelt. Auf deren Vorschlag hin wurde beispielsweise eine Stoppuhr-Funktion programmiert.
Aus der Diplomarbeit wurde 2008 die Firma Yolk. Deren Kunden können Mite über ein Abonnement-Modell nutzen. Soergel selbst nutzt Mite natürlich auch. "Die Arbeitsbelastung ist seitdem gleich geblieben", sagt sie, "aber jetzt weiß ich besser, für welche Aufgaben ich mehr Zeit einplanen muss."
Web: Mite.yo.lk


