Matesy


Matesy-Gründer Hendryk Richert

Neue Medikamente zu entwickeln, ist eine aufwendige Angelegenheit. Bis zu eine Milliarde Euro, kostet es inzwischen in Deutschland, bis ein wirksames neues Präparat reif für den Markt ist. Die durchschnittliche Entwicklungszeit liegt bei zehn bis zwölf Jahren.

In diesem Zeitraum schlucken jede Menge Testpersonen, und -tiere jede Menge Wirkstoffe, bis schließlich die perfekte Kombination gefunden ist. Dass das solang dauert, liegt zum Teil daran, dass kein Körper gleich reagiere, sagt Hendryk Richert: "Jeder hat eine andere Verdauung." Die Folge: Nimmt beispielsweise ein Proband eine Tablette ein, deren Wirkstoff sich im Dünndarm freisetzen soll, ist nicht sicher, ob dieser Effekt nicht schon im Magen eintritt - oder erst im Dickdarm. "Das Ziel zu treffen, ist eine große Herausforderung", sagt Hendryk Richert.

Get the Flash Player to see this player.

Richert will mit seinem Unternehmen Matesy beim Zielen helfen. Mit einer Methode, die hilft, punktgenau zu bestimmen, wann welcher Wirkstoff freigesetzt wird. Das Zauberwort - und gleichzeitig der Name seines Produkts - heißt Maars, kurz für: Magnetic active agent release system.

Es beinhaltet eine Metallkapsel, die aus mehreren Teilen besteht, welche durch Magnetkräfte zusammengehalten werden. Forscher und Ärzte können in Echtzeit den Weg der Kapsel durch den Körper verfolgen. Hat sie ihren Bestimmungsort erreicht, werden die Metallteile entmagnetisiert und geben die Wirkstoffe frei. Seine Technologie will Richert großen Pharmaunternehmen verkaufen. Die sparen so Zeit und Geld– und die Probanden ersparen sich einige überflüssige Tests.

Web: www.matesy.de

Enable2start wird ermöglicht durch: