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Bald erhältlich: Das Buch zur zweiten Auflage von enable2start 2008/2009!

Eco2distrib


Eco2distrib-Gründer Ingo Boldt

Noch vor einigen Jahrzehnten brachten die Kunden ihre eigenen Behälter für Butter, Zucker und Salz zum Einkaufen bei Tante Emma mit. Und die Milch kam in die eigenen Kanne.

Geht es nach Ingo Boldt wird es in unseren Supermärkten bald wieder genauso aussehen. Zumindest beim Waschmittelkauf. Denn das Unternehmen Eco2distrib, das Boldt und und Binh Doan gegründet haben, will dort Refill-Stationen errichten.

Dort kaufen die Kunden einen Behälter. Diesen füllen sie an einer Maschine auf, die bis zu fünf verschiedene Waschmittel-Sorten ausgeben kann. Den Behälter, so der Plan, bringen die Kunden bei folgenden Einkäufen wieder mit. Und damit der Hersteller von Waschmittel X nicht fürchten muss, dass sein Waschmittel nicht möglicherweise in einen Behälter von Waschmittel Y gefüllt wird – schließlich dient die Verpackung ja auch als Werbeträger –, identifiziert die Maschine anhand eines Strichcodes die unterschiedlichen Marken.

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Vorteil für den Kunden nach Boldts Kalkulation: Weil weniger Verpackung gebraucht wird, sinkt der Preis – für anderthalb Liter Waschmittel um rund 40 Cent. Vorteil für Einzelhandel und Hersteller: Der Kunde kauft wegen des niedrigeren Preises auch schon mal ein teureres Waschmittel. Obendrein können sich beide als "grüne" Unternehmen einen gewaltigen Imagevorteil verschaffen. Und der Vorteil für die Umwelt: 1,45 Tonnen weniger CO2-Verbrauch pro Jahr. Soviel stößt ein Auto etwa auf einer Strecke von 6800 Kilometern aus.

Entwickelt hat die Maschine übrigens ein Franzose, mit dem Boldt zusammen studierte. Der hat das gleiche System bereits in Frankreich eingeführt und schon mehrere Maschinen verkauft – in denen befindet sich allerdings kein Waschmittel, sondern Wein.