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Captcha Ad


Captcha-Ad-Gründer Jan Hinrichs

Gar nicht so leicht, sich heutzutage auf einem Internetportal zu registrieren. Erstmal muss man diese Zahlen-Buchstaben-Kombination abschreiben. Ist ja auch sinnvoll – solche "Captchas" sollen schließlich sicherstellen, dass sich hier ein lebendiger Mensch anmeldet und nicht nur eine Software. Dumm nur, dass es mittlerweile Softwarelösungen gibt, die auch extrem verzerrte Buchstaben und Zahlen erkennen – und dass die Buchstaben und Zahlen darum inzwischen oft so verzerrt werden, dass echte Menschen sich nicht mehr sicher sind, ob sie gerade ein G oder eine 6 vor sich haben.

"Da muss sich was ändern", dachten sich Jan Hinrichs, Michael Keferstein und Thomas Zumtobel, als sie selbst wieder einmal vor einem solchen Captcha saßen: "Das müsste irgendwie interaktiv gestaltet werden." Etwa, indem der User ein Foto von einem Wagen mit einem Mercedesstern sieht und dann die Aufgabe folgt: "Nennen Sie die Automarke."

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Genauso funktionieren die Captchas, die das Start-up Captcha Ad inzwischen entwickelt hat. Nach flashanimierten Bildern können sie inzwischen auch Videos mit solchen Fragen versehen.

Und die sind nicht nur als Sicherheitsschranke einsetzbar, sondern auch für Werbung. Dort, wo User sich heute noch passiv von einem Werbeclip berieseln lassen - beispielsweise am Anfang eines Nachrichtenvideos -, haben sie bald die Möglichkeit, den Clip durch Beantworten einer Frage schnell zu beenden.

Obwohl der Clip kürzer sei, sei der Werbeeffekt dabei höher, meinen die Captcha-Ad-Macher. Denn um die Frage beantworten zu können, muss sich der User ja auf die beworbene Marke konzentrieren. Und Konzentration auf einen Werbeclip zu erzielen, ist ja auch gar nicht so leicht.

Web: www.captchaad.com