Wikando
Wikando-Gründerin Mirjam Maier
Gibt es einen Grund, nicht öffentlich darüber zu reden, wenn man etwas spendet oder sich als Helfer engagiert? Nein - finden die Gründer von Wikando. Sie wollen daher online Hilfsprojekte, Unternehmen und Privatpersonen zusammenbringen. Und ihnen Raum geben, sich zu präsentieren.
Tue Gutes und rede darüber. Dass das für den Ruf eines Unternehmens gut sein kann, ist jedem Firmenchef klar. Aber wo soll man darüber reden? Und was genau, gibt es denn so zu erledigen an Gutem? Sprich: Wo findet man die Projekte, für die man sich engagieren kann?
Die Antwort auf diese Fragen will Wikando geben. Kein Internetportal, sondern eine Community, wie Mirjam Maier sagt, die Wikando gemeinsam mit ihrem Mitgründer Peter Kral ins Leben gerufen hat. Denn: "Wir wollen drei Gruppen gleichberechtigt zusammenbringen."
Gruppe eins sind Hilfsorganisationen oder -projekte, die Unterstützung suchen. Sei es in Form von Geld, Schirmherrschaften oder Helfern.
Die zweite Gruppe sind Unternehmen, die sich engagieren wollen. Die dritte Gruppe sind Einzelpersonen, deren Engagement sonst meist von niemand wahrgenommen wird.
Sinneswandel ist Teil des Geschäftsplanes
Wikando stellt nicht nur die Plattform, auf der diese Gruppen zusammen finden können. Hier können alle Beteiligten auch darüber reden, was sie bereits geleistet haben. Dabei zielt Wikando auch auf kleine und mittelständische Unternehmen ab. "Ein Zahnarzt soll die Möglichkeit haben, sein Engagement so darzustellen wie ein Großkonzern", sagt Maier.
Das erfordere durchaus einen Sinneswandel, ergänzt sie: "Wir wollen auch fördern, dass es legitim wird, über sein Engagement zu reden." Darüber hinaus will Wikando - schließlich macht das eine Community aus - fördern, dass auch andere darüber reden. Jedes Mitglied kann diskutieren, kritisieren, wie man ein Projekt vielleicht hätte besser gestalten können, und im besten Fall Vorschläge für andere Projekte machen.
Diese Projekte auf ihre Seriosität hin zu überprüfen, sieht Wikando als Teil seiner Aufgabe. Geld verdienen soll die Seite, die im Dezember scharf geschaltet wird, mit Beiträgen der Unternehmen, die nach Firmengröße gestaffelt werden. Hilfswerke und Privatpersonen können kostenlos mitmachen.
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